Ich hab zu viel…

Manchmal gibt es so Tage an denen ich mir denke: „Es ist einfach zu viel!“

Zu viele Bücher
Zu viele Filme
Zu viele Videospiele
Zu viel Kosmetik
Zu viele Pflegeprodukte
Zu viele Putzmittel
Zu viele Hobbys/Interessen
Zu viel Müll

Und dann nervt mich alles und ich überlege, was ich daran ändern kann.
Das alles fing aber erst an, als ich aus Hotel Mama auszog und ich auf einmal viel besser sehen konnte, wie viel Müll ich allein produziere. Zuerst hatte ich natürlich all das angeschafft, was ich bei Mama auch immer zur Verfügung hatte. Und stelle nun im Laufe der Jahre fest, dass ich einiges davon gar nicht benötige. Wenn man immer alles im Überfluss zur Verfügung hat, merkt man manchmal gar nicht, wie überflüssig einiges davon ist. War das nicht ein gescheites Wortspiel? 😀

Es kann gut sein, dass auch mein Leben in Irland einigen Einfluss auf mein Umdenken hatte. Denn dort hieß es auf einmal, für die Mülltonnen Etiketten kaufen zu müssen, damit diese auch wirklich abgeholt werden. Hierzulande wird das ja bequem über die Nebenkosten abgewickelt und eigentlich weiß man gar nicht, wie viel Geld da so in die Müllabfuhr fließt… Bei Eigentümern ist das glaube ich anders, oder?

Jedenfalls fing ich damals bei mir im Badezimmer an zu reduzieren. Das muss kurz nach Irland gewesen sein, so Mitte 2014. Da habe ich Wattepads und Abschminktücher gegen waschbare Schwämmchen eingetauscht. Ich hab dafür nichts unverbraucht weggeschmissen. Sondern einfach die Packungen zu Ende benutzt und bin dann umgestiegen. Grob geschätzt hat das dazu geführt, dass ich den kleinen Mülleimer im Bad höchstens ein Mal im Monat ausleeren muss, weil es einfach ewig dauert, bis sich der kleine Eimer gefüllt hat. Auch wenn das zurzeit einen kleinen Rückstoß erleidet, da ich gesundheitsbedingt den Eimer mit Haufenweise leeren Nasenspülsalzpäckchen fülle, aber das ist eine andere Geschichte (für die bestimmt eine Alternative interessant zu finden wäre?).

Und dann ploppte mir 2016 irgendwann das Thema „Zero Waste“ im Internet vor der Nase auf. Mir erscheint das Ganze noch als ziemlich neue Bewegung, die sich zunehmender Beliebtheit erfreut. Und ich habe mich auch noch nicht besonders umfangreich damit auseinander gesetzt. Ich habe dazu also noch sehr viele Fragen im Kopf und Dinge, bei denen ich mir noch denke, dass es dazu nun aber wirklich keine Alternative geben kann. Da ich aber schon von verschiedenen Seiten gehört habe, wie viel zufriedener es die Leute macht zero waste zu leben und wie viel Geld sie dabei auch noch sparen, dachte ich mir, ich probier das einfach mal aus und gucke selbst, was für Auswirkungen es auf mich haben würde.

Ich nehme mir gar nicht als Ziel komplett und straight nach Zero Waste leben zu wollen. Denn ich denke, das würde zu sehr unter Druck setzen und zu Zwang führen. Stattdessen möchte ich mich Stück für Stück inspirieren lassen und sehe es nebenbei noch als sinnvolle Ergänzung zu meinen Gedanken von 2015, Mikroplastik aus meinem Haushalt zu verbannen. Wollt ihr euch mit mir zusammen inspirieren lassen? 🙂

Ich weiß nicht, wohin das führen wird und wie viel ich dabei so entdecken werde. Denn manchmal, wenn ich mir denke ICH hätte zu viel, werde ich hin und wieder eines Besseren belehrt, wenn ich bei Freunden, Familie oder bei Fremden auf ihren Blogs sehe, dass sie mindestens das Doppelte, wenn nicht sogar das Dreifache von dem haben, was ich horte… Aber das soll mich nicht aufhalten, denn ich denke, bei mir gibt es doch noch sehr vieles, was sich verbessern lässt 🙂

Frau_Shmooples

2 Comments

  1. Schön, dass du dich so um den Planeten kümmerst! Ich versuche statt Shampoo und Spülung auf Seife umzusteigen und benutze viele Produkte in Recycleverpackungen. Aber der Anteil von Müll ist mir eigentlich immer noch zu hoch. Verbrauchen die Schwämmchen, die du zum Abschminken nutzt, nicht mehr Flüssigkeit? Die sind doch viel saugfähiger, oder?

    • Über den Wasserverbrauch hab ich dabei noch gar nicht nachgedacht. Ich denke aber, der ist ja bei allen Alternativen zu Wattepads gegeben, wenn man statt denen Schwämmchen, Waschlappen, selbst gehäkelte Pads oder Pads aus Mikrofaser benutzt. Gibt es da noch mehr (was ich noch nicht kenne)?
      Auf mich selbst übertragen ist es wohl das geringere Übel. Um mein Alltagsmakeup zu entfernen bräuchte ich pro Auge definitiv mehr als ein Wattepad. Und wenn ich mal ausgehe und mich dafür stark schminke bräuchte ich sicher mehr als 10. Ich hab auch mal sehr lange diese feuchten Kosmetiktücher benutzt und entweder waren danach immer noch Maskarareste an den Wimpern oder ich brauchte sehr viele davon, um alles weg zu kriegen. Und den Schwamm mache ich einmal nass, kriege alles weg und spül ihn danach aus. Bei Härtefällen muss ich zwischendurch einmal ausspülen.

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